Einen Tag vor dem Auftritt im Stadttheater ließ Tookula den Jazz ins Gemeindehaus einziehen. Es war ein musikalisches Wochenende der besonderen Art. Im letzten Jahr wurde auf der Mindener Kulturbörse das Interesse an einer Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Jazzclub Minden und der Chorschule Christuskirche bekundet. Vollfinanziert wurde dieses Projekt von der Strothmann-Stiftung.  Nun war es soweit. Der bekannte Jazz-Gitarrist Klaus Merkel („Botschafter“ des Jazzclubs Minden für die Jugendarbeit) traf zu einem ganztägigen Workshop mit Tookula an der Christuskirche ein. In seinem Gepäck: Jede Menge Ideen, um den Jazz-Funken überspringen zu lassen. Er kam nicht allein, sondern brachte noch drei professionelle Musiker aus Hannover mit: Juliette Jacobsen als Stimmtrainerin, Tobias Decker am Schlagzeug sowie Mario Ehrenberg-Kempf am Bass.

So wurden die unterschiedlichsten jazztypischen Grooves, wie Swing und Funk, erarbeitet und ausprobiert. Gemeinsam jonglierten und experimentierten sie mit Rhythmik, Tönen und Melodien. Die spontanen Umstellungen von Songs, die sogenannten „Headarrangements“, die den Jazz ausmachen, setzte Tookula schnell um. Klaus Merkel zeigte sich davon sehr beeindruckt. Immer wieder lobten die Jazzmusiker die schnelle Auffassungsgabe des Chores und hatten ihre große Freude an der Offenheit der Tookulaner, Neues auszuprobieren.

In einer kleinem Session am Ende des Workshops waren die Eltern der Chorschüler eingeladen, sich vom Ergebnis dieses kreativen Tages mitreißen zu lassen. Der aktuelle Song „Budapest“ von George Ezra begeisterte ebenso wie der Swing aus vergangenen Tagen. Als i-Tüpfelchen griffen beim letzten Song einige Chorschüler zu ihren Instrumenten und verliehen mit Gitarren, Cello, Bratsche, Saxophon und Trompete dem Song die besondere Würze.

Neues auszuprobieren, sich auf andere Musikfelder einzulassen, das war die Motivation dieses Workshops. Diese Rechnung ist voll aufgegangen und hat den Chorschülern eine neue Facette der Musik nahe gebracht. Der Funke sprang über.